Kerbe (2019)
Mezzotinto
10 cm x 8cm






Anlässlich der Ausstellung ‚Die Zukunft ist das neue Ding‘ baten wir, Nora Mona Bach und Sebastian Gerstengarbe, 
die teilnehmenden Künstler*innen um Partizipation an den Inhalten dieser Internetseite, anstelle eines gedruckten Kataloges:
Um die drögen Vitabeiträge und Ausstellungslisten, die wir alle auf unseren Seiten haben nicht nochmal herzuzeigen, 
haben wir uns einen Fragebogen überlegt, den jede*r so ernst oder verspielt und so vollständig, wie sie*er wollte, ausgefüllt hat.


Was ist das neue Ding?
Die Zukunft und als ich gehört habe, wer da mitmacht wusste ich, dass es spannend wird.

Adresse deiner Website?
www.philipphaucke.wordpress.com

Was machst Du?
Grafik 

Woher kommt das?
Überwiegend aus meinem Umfeld

Wie lange brauchst du dafür?
Mal so mal so, im Regelfall aber eine ganze Weile

Wen willst du beeindrucken?
Darüber denke ich tatsächlich selten nach. Ich glaube überwiegend aber mich selbst.

Wer beeindruckt dich?
Mein Sohn. Immer wieder aufs Neue.

Kannst du von deiner Kunst leben?
Finanziell nicht. Nein.

Welche Art Kunst wäre dir peinlich?
Ich will ja niemandem vor die Füße treten.

Sammelst du Kunst?
Natürlich. Vor allem Druckgrafik, da fällt das Tauschen leichter. Unter einer besseren finanziellen Situation würde ich das auch definitiv ausbauen.

Was sammelst Du sonst?
Ich sammle nicht mehr kategorisch und trotzdem viel. Ich kann aber auch schnell wieder loslassen.

Wie sieht es in Deinem Atelier aus?
Tatsächlich nie so strukturiert wie ich es gerne hätte. Ich glaube ich könnte um einiges entspannter leben, wenn ich das einfach akzeptiere.

Was siehst Du vom Atelier aus?
Zur Zeit ein AFD-Plakat. Das wurmt!

Atelier frühmorgens, tagsüber oder nachts?
Überwiegend tagsüber. Der Morgen und Abend gehört der Familie. Früher habe ich sehr gut Nachts gearbeitet, gerade geht das aber nicht mehr.

Beeindruckender Moment im Atelier?
Das behalte ich für mich.

Schlimmster Moment im Atelier?
Das auch.

Was, wenn nicht Künstler?
Imker, Zimmermann oder Philosoph.

Wer ist Thomas Rug?
Ein sehr bescheidener Mensch. Das rechne ich ihm hoch an.

DAS Bildungserlebnis während des Studiums?
Die erste Mezzotinto.

Vorbild früher / heute / immer?
Ich neige dazu Vorbilder zu idealisieren, daher versuche ich ohne auszukommen.

Entmutigendes Erlebnis während des Studiums?
Ich mache Druckgrafik, da gibt es eine Menge …

Welche Kunstform, wenn nicht deine?
Bildhauerei

Eine Legende von unter dem Kirschbaum?
Ich sitze da sehr häufig, aber wahrscheinlich noch nicht lange genug um jetzt etwas wirklich beeindruckendes zum Besten zu geben.

Vorzüglicher Moment in den Werkstätten?
Jeder erste Abzug einer Kupferplatte.

Politik und Kunst?
Ich denke, Kulturgegenstände und Politik kann man nicht trennen, auch wenn sie nicht aus einer bewusst-politschen Handlung heraus entstehen.

Religion und Kunst?
Kann man machen.

Rausch und Kunst?
Geht auf jeden Fall zusammen. Am besten entsteht der Rausch aus der Arbeit selbst heraus.

Provinz oder Metropole?
Beides toll.

Analog oder digital?
Analog. Ohne Zweifel.

Gegenstand?        
Schwer zu sagen

Witz?                   
Soll ich jetzt einen erzählen?

Theaterstück?      
Publikumsbeschimpfung von Peter Handke / inszeniert von Hartmann in Leipzig

Getränk?       
Wasser, denke ich.

Roman?       
Da gibt es zu viele

Jahreszeit?           
Herbst

Film?       
„Stalker“ von Tarkowski

Mahlzeit?       
Haferflocken

Buch?       
Vielleicht die Sternentagebücher von Stanislaw Lem

Lied?                    
Das wechselt zu häufig

Website?       
Youtube, ich gebe es zu.

Musik?       
Überwiegend elektronisch

Serie?       
Die Simpsons, auch wenn ich sie nur noch selten schaue.

Spiel?       
Skat

Entertainer*in?       
Da bin ich raus.

Podcast?       
Da auch.

Kleidungsstück?  
Hemden sind toll.

Wort?      
großartig

Beste Ausstellung in letzter Zeit?
„Auf die feine englische Art – Schwarze Kunst aus England“ Mezzotintoausstellung in Gotha

Sehnsuchtslandschaft?
Der nepalesische Himalaya

Was kann die Zeichnung nicht?
Eine ganze Menge.

Was kann sie?
Ganz schön aufwühlen.