Club/Dick (2017)
gif, digitale collage mit Aluminiumguss






Anlässlich der Ausstellung ‚Die Zukunft ist das neue Ding‘ baten wir, Nora Mona Bach und Sebastian Gerstengarbe,
die teilnehmenden Künstler*innen um Partizipation an den Inhalten dieser Internetseite, anstelle eines gedruckten Kataloges:
Um die drögen Vitabeiträge und Ausstellungslisten, die wir alle auf unseren Seiten haben nicht nochmal herzuzeigen,
haben wir uns einen Fragebogen überlegt, den jede*r so ernst oder verspielt und so vollständig, wie sie*er wollte, ausgefüllt hat.


Was ist das neue Ding?
Der/die gesundheitsbewusste KünstlerIn, der/die weder raucht noch trinkt, dafür aber Sport betreibt.

Adresse deiner Website?
www.katrin-hanusch.de 

Was machst Du?
independent artist and collaborator

Woher kommt das?
Aus Deutschland und lebe im Ausland

Wer beeindruckt dich?
Leute mit Courage und die, die ihre Freiheit lieben.

Kannst du von deiner Kunst leben?
Hahahaha, ne. Aber das kann noch werden.

Sammelst du Kunst?
Ja, und ich hätte gerne mehr Platz dafür.

Was sammelst Du sonst?
Erfahrungen, skills und Freunde.

Wie sieht es in Deinem Atelier aus?
Ha, abwechslungsreich da es eine geteilte Werkstatt ist. Da ich oft site-responsive arbeite bin ich oft gar nicht im Atelier.

Was siehst Du vom Atelier aus?
Eine Bildhauerwerkstatt, einen Hinterhof, einen Ahornbaum.

Atelier frühmorgens, tagsüber oder nachts?
Je nachdem was ich zu tun habe, aber schon eher morgens bis abends.

Beeindruckender Moment im Atelier?
Studio visits — immer gute Gespräche, neue Gedanken und Austausch.

Schlimmster Moment im Atelier?
Och, da gab’s einige.

Wer ist Thomas Rug?
Jemand mit dem man auf Augenhöhe reden kann.

DAS Bildungserlebnis während des Studiums?
Am Ende des Studiums machte ich wohl einer meiner wichtigsten Arbeiten, die wegweisend war für die Jahre danach: ‚That’s Me’ / ‚That’s Me, too‘ — ich ließ mich nicht mehr auf ein Medium beschränken, ich begann weitaus offener zu arbeiten, und meinem Interesse an Prozessen, Materialien und Techniken deutlich mehr nachzugehen.

Vorbild früher / heute / immer?
Gerade Agnes Martin. 

Entmutigendes Erlebnis während des Studiums?
Diese Dominanz und das übergriffige Verhalten einiger männlicher Kollegen und Lehrkräfte, diese Arroganz und diese ach so großen Egos — aufgeblasene Idioten — mir wird jetzt noch schlecht. 

Welche Kunstform, wenn nicht deine?
Hm, Tanz?

Vorzüglicher Moment in den Werkstätten?
Die Großzügigkeit der Werkstätten, die Ausstattung und der Schlüssel den ich hatte.

Politik und Kunst?
Untrennbar

Religion und Kunst?
In der Vergangenheit haben sie zusammen interessante, historische Kulturgüter hervorgebracht, die ich mir gerne anschaue. Inspirierend ist für mich ein Ansatz der Buddhismus und Kunst verbindet. Mit Religion selbst hab ich nichts am Hut.

Rausch und Kunst?
Das war gestern.

Provinz oder Metropole?
Beides.

Analog oder digital?
Beides.

Gegenstand? 
Gutes Werkzeug.

Witz? 
Herr Busfahrer, Herr Busfahrer, können Sie die Tür noch mal aufmachen? während man mit den Händen die Schiebetür im Gesicht imitiert.

Theaterstück? 
Bestes der letzten Zeit: Richard III, Regie: Thomas Ostermeier, Schaubühne Berlin zu Gast im Barbican, London

Getränk? 
Tee, Kaffee, Wasser, Whiskey

Jahreszeit?   
Frühling

Mahlzeit? 
Meiste eine Kombination aus Farben, Texturen und Formen.

Buch? 
Bestes aus der letzten Zeit: Mark Fisher, The Weird and the Eerie, Repeater 2016

Kleidungsstück?
So lange es schwarz ist.

Wort?
Ja

Beste Ausstellung in letzter Zeit?
TOMBOLO19, ein ortsbezogenes Landart Projekt in Ireland an dem ich gerade beteiligt war. Unglaublich gute Arbeiten sind insbesondere aus Kollaborationen entstanden, sehr lohnenswert.

Sehnsuchtslandschaft?
Schottland, Ireland, Marokko, die Alpen, …

Was kann die Zeichnung nicht?
Sie kann Material darstellen, abbilden, wiedergeben, aber ich kann es nicht anfassen. 

Was kann sie?
Vereinfachen, klären; sie kann das Unmögliche, das Surreale, das Fantastische, das Gefühl neben Ideen festhalten.